Mal wieder ging es früh los und es sollte viel geschehen. Nach fröhlichem Einspielen der Götter-Gitarristen, jubelten hiesige, wie schnell die Zeit doch verginge. Die zehn Stunden des Vortages fühlten sich nicht als solche an. Angenehm.
Im Laufe des Vormittages tauchte Natalie auf und läutete die erste Rauch- und Brotzeit des Aufnahmetages mit ihrem Kommen ein. Bewaffnet mit Marlboros, Peach-Trinkjoghurt und einer Nashi-Birne war pausieren angesagt, bevor es in die zweite Runde ging.
Drinnen konnte Natalie nur leicht verständnislos mit ansehen, wie an den eigentlich-doch-ganz-gut-klingenden Klängen permanent herumgebastelt und verschoben wurde. Als ihr das zuviel wurde gönnte sie sich ein halbes Grillhähnchen. Dem Rest der Band wurden unzählige Süßigkeiten und Milchmäuse vom Milchmäuselieferanten gebracht, (apropos Mäuse: es gibt keine Ratten im Bunker), der sich als erster Aufnahme-Gast entpuppte.
Am Nachmittag war die Bandbesetzung mit Tules und Timurs Ankunft komplett, im Schlepptau: ein roter Ibanez, Leihgabe von Steffen. Mit ihm kamen wunderhübsche Saiten, unübertroffen an Qualität. Zumindest die Verpackung war sehr vielversprechend. Wir haben heute gelernt: auch Basssaiten kann man zu doll spannen und auch diese können reißen. Ohne Timur hätten wir diese Lektion doch glatt verpasst.
Miss One-Take sollte heute zu ihrem Erstaunen das komplette Set erneut aufnehmen, da wohl alles missraten war. Hatte man aber erst am Folgetag bemerkt. Nun, es war doch nicht so schlimm wie erwartet und Miss One-Take machte ihrem Namen alle Ehre: die Arbeit mit ihr ging flott voran.
Vor lauter Erschöpfung des aktiven Nichtstuns und Nichtmusizierens schlief Natalie erstmal eine Stunde.Der Tag ging ganz friedlich zu Ende und nach getaner Arbeit huschten alle nach Hause um sich mal eine Weile nicht zu sehen.
Am Tage Nummer sieben war eigendlich nur Gitarre angesagt. Am sehr frühen Morgen wurde begonnen von Hendrik, Marlon und Marius und gegen Mittag kreuzte Timur auf, der solidarischen Gesellschaft halber. Außerdem hatte er aus dem Proberaum Marlons Effektgerät "Route 66" mitgebracht mit dem "Visual Sound", in Cremweiß, ein solches Cremweiß, dass genau den Sound repräsentiert, den es generiert, ein Cremweiß, genauso wie Marlons Strat, seine geliebte Gitarre.
Dann wurde wieder einmal bei Altun Essen gegangen, wo Jorid, Marlons geliebte Freundin, auftauchte. Marius bestellte diesmal vorsichtshalber den Döner "XXL", aber davon nur einen.
Zurück im dunklen Bunker leistete Jorid dann ebenfalls solidarisch Gesellschaft und half wesentlich die Notizen von diesem Tag zu bereichern, zu verschönern und abzurunden, wie man hier bestaunen kann. Sie brachte anlässlich Halloween einen mit Götterspeise gefüllten Gummihandschuh mit... ist wohl geschmackssache.
Am Abend waren dann einige akkustische Gitarren, die Ukulele und, natürlich, unzählige elektrische Gitarren fertig, mit Sounds von cool-bluesy bis metal-true. Es wurde noch beschlossen, einige von Tules lässig one-take eingespielten Bässen doch noch einmal einzuspielen.
Bevor die eisenharten Gitarristen mit Hendrik ihr Werk vollendet hatten, hatten sich Timur und Jorid schon am späten Nachmittag verabschiedet.
Heute war der erste der beiden Aufnahmetage, die für die Gitarren eingeplant sind. Marlon und Marius waren Konsul-Schmidt-typisch "pünktlich", dies hat den ersten Aufnahmen aber nicht geschadet. Zuerst wurde der alte KS-Smashhit "Right Above" in die Stratocaster von Marlon, die Telecaster von Marius und in die geschätzt 20kg schwere Les Paul von Hendrik gekloppt.
Nach anfänglicher Verwunderung stellte Marius fest, dass er nur 2 Gitarrenspuren, und nicht wie Marlon 5 hatte. Dies führte zu einem kurzen, aber witzigen Scharmützel welche der 3 genannten Gitarren denn die beste sei, ein Sieger konnte aber nicht ermittelt werden. Nachdem kleine Startschwierigkeiten überwunden wurden, konnte verhältnismäßig schnell Aufgenommen werden.
Auf eine kurze Raucherpause für Hendrik, und der damit eingehenden Butterbrotpause für Marlon und Marius, folgte ein recht neuer Song für die beiden Gitarreros, der sich "I don't tink, I just try" nennt. Für diesen Titel würde auf die Hilfe von einer Tretmine names Blues Driver aka Bd-2 gesetzt, der für den gefragten harten Sound sorgte. Aber auch der von den Marlon und Marius erst belächelte Bodentreter Metal Zone aka MT-2 wurde in Anspruch genommen und eingebunden. Er präsentierte sich sehr, man muss sagen, true.
Und zusammenfassend kann man sagen, dass eine gute Vorarbeit für den folgenden Hauptaufnahmetag der Gitarren geleistet wurde.
Ja, der aufmerksame Leser wird sich natürlich sofort gefragt haben "na, wo ist denn der Tag 4?". Er ist verschwunden im Produktionsvakuum am letzten Montag. Der Tag war tatsächlich weder aufregend noch gut.
Heute dagegen war gut. So gegen Mittag das Schlagzeug endlich komplett im Kasten und am Abend gleich auch den Bass, dank Tule aka Miss One-Take.
Am Morgen, pünktlich, war Hendrik da, danach, so zwanzig Minuten später auch Marius und noch einmal zwanzig Minuten später dann auch Timur. Dieser hatte am Vortag festgestellt, dass er den Proberaumschlüssel verloren hatte und musste deshalb bevor er die Snare holen konnte noch einmal bei Basti vorbeikurven, den Schlüssel zu holen. Diese Geschichte hat inzwischen glücklicherweise ein Happy End, er wurde in der Lila Eule gefunden.
Dann ging es aber mit Schwung zu Sache. Den schon recht langsamen und aktuell nocheinmal langsamer gewordenen Hit "Right Above" zu beginn, und dann als große Herausvorderung den mit 88 bpm ultimativ langsamen Song "Je t'aime", in dem zu allem Überfluss auch noch in den Refrains (welche außerordentlich zahlreich sind) die Viertel auf dem Crash durchgeknüppelt werden. Als letztes kam der mit 168 bpm fast doppelt so schnelle Song "No Songs To Remember", der war aber schnell erledigt.
Dann gönnten sich alle erst einmal Essen von Altun. Türkische Pizza für Marius und Timur, Döner für Hendrik. Daraufhin erschien Tule so gegen 13 Uhr Tule, dann gings auch bald los mit ihr. Nach anfänglichen startschwierigkeiten mit ihrem geliebten Bass "Jonny" Jonson wurde dann doch mit einem roten "Top-fourty-Arm" (siehe Fotos) von Hendrik aufgenommen. In Tules Halbzeit ging es erst mit Ulf (Das Auto von Tules Fahrgemeinschaft - Unser Liebes Fahrzeug...) ein weiteres Mal zu Altun, wo Marius sich noch ein Chickendöner besorgte.
Daraufhin fuhr Tule mit Timur in Ulf die Snare zurück in den Proberaum. Vor dem Proberaum wurde Ulf krank, fing an zu dampfen und verkohlt zu riechen, doch dann wurde er in die Treuen Hände eines anderen Fahrgemeinschaftlers übergeben und Tule fuhr mit dem Rad zurück, Timur mit den öffentlichen Nahverkehrsmitteln.
Nach dieser kleinen Kriese gings weiter, bis alles fertig war. Darüber gibt's nicht so viel aufregendes zu berichten, wie schon erwähnt, Miss. One-Take hat sich nicht lumpen lassen.
Die Notizen von heut sind in Zusammenarbeit von Timur, Marius und Luise entstanden, der psychedelische Teil von Marius(Kommentar Hendrik: "vielleicht solltest du mal zu nem Profi gehn, das untersuchen zu lassen...") und der emo-lastige von Timur wärend "je t'aime" und "Opfer" von Tule komplettiert wurden.
Am Ende, nach knappen 11 Stunden Bunker, waren alle reichlich erschöpft, aber froh, etwas geschafft zu haben.
Heute wurde mal wieder ein wenig aufgenommen, mal wieder Schlagzeug. Dieses ist nun im Kasten bei den Songs Opfer, No Train in Kabul, Damn in Love, You and Me und Don't think. Opfer und Damn in Love haben wir ein weiteres Mal aufgenommen, da es unseren Maßstäben nicht mehr gerecht wurde.
Diesmal wurde Hendrik und Timur von Marius Gesellschaft geleistet, der hatte vor, ein wenig an seinen Gitarrensound rumzuspielen, wozu er dann aber nicht mehr kam. So saß er die meiste Zeit herum, las Fontanes "Effi Briest" oder mampfte Hendriks aüßerst langen Pralinen (die vielleicht längsten des Universums) in der seltenen und offensichtlich sehr delikaten Variante "Zartbitter", obwohl er kurz vorher beteuert hatte, ja überhaupt gar keinen Hunger zu haben, wenn er nicht gerade einen konstruktiven Kommentar zu den aktuellen Geschehnissen lieferte. Timur dagegen schlug sich den Bauch mit bunten gezuckerten Erdnüssen und der selben Flüssigkeit wie beim letzten Mal voll, wärend Hendrik seinen Verdauungsapperat zu den verbliebenen Schockoleckereien noch mit Keksen an die Grenzen des Vertretbaren führte. Zu eben diesen war man nur gekommen, weil wir, aufgrund leerer Batterien in Hendriks Maus, zu Comet alias Extra alias Comet fuhren. Die leeren Batterien führten zur Erheiterung Mariuses und zur Verärgerung Hendriks, denn dieser musste andauernt seine Maus neu syncronisieren. Im Supermarkt angekommen, war kein Bargeld in Reichweite und um der Verlegenheit zu entgehen, ein Paket Batterien mit der Karte zu bezahlen, nahm Hendrik eben noch erwähnte Pralinen und Kekse mit ins Studio.
Basti, der nette und meist bebartete Mitnutzer des Proberaums und Metaller von nebenann und Sponsor der Snare hatte das Fell eben jener ausgetauscht, da dieses "durch" war, im wahrsten Sinne des Wortes. Das nun benutzte Fell war ein Ersatzfell, das auch schon einiges mitgemacht hatte und der Snare aufgrund des durchschlagenden Sounds an diesem Tag den Beinamen "Amboss" einbrachte.
Ein paar Impressionen des heutigen Tages aus Timurs mobilem Telefon:
Gestern war das Schlagzeug dran, deshalb war Timur mit Hendrik allein im Studio.
Diesmal gibt's keine Fotos, aber geschafft wurde trotzdem. Das Schlagzeug zu "Opfer", "Damn in Love" und "No Train In Kabul" ist jetzt im Kasten, die Routne hat sich weiterentwickelt. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten, technischer sowie menschlicher Natur, ging dann auch alles fast First bzw. Second-Take rein.
An dieser Stelle ist im Besonderen Basti zu danken, der freundlicher Weise seine super-duper-ultra-geil-mega-bumsige Snare zur Verfügung gestellt hat! Außerdem der Coca-Cola-Company für die einmalige Kombination aus Zucker, Wasser und Coffeein, auch "Gewerkschafterblut" genannt, und, natürlich, Hendrik.
Sodenn, heute war es also endlich soweit: wir haben mit den Aufnahmen für unser aktuelles Demo begonnen.
Hendrik Kopp hat uns freundlicherweise seine Hilfe angeboten und wir haben sie gerne entgegen genommen. Also haben wir heute unseren ersten Tag in seinem Studio verbracht, alles kennengelernt und mit Pilotspuren für's Schlagzeug begonnen.
Marlon kam 'ne Stunde später, was nicht so schlimm war, er war noch nicht benötigt und ebenso Natalie, welche 2 Stunden später kam.
Unsere Impressionen vom ersten Tag sind sehr schön unserem Zettel von heut und den Bildern zu entnehmen. Kurz zusammengefasst:
Folgende Songs haben wir uns ehrgeiziger Weise vorgenommen:
Wir haben heute alle Pilotspuren fertiggestellt, also meist Gitarre mit Gesang und ordentlich Klick, dann kommt das Schlagzeug, und dann noch mal der Rest in schön dazu und dann sind wir auch schon Fertig, mal sehen, wie lange das dauert...